Sprößling

Reichtum

Worte wirken

Der Podcast für ein neues Verständnis, wie Worte wirken können

In diesem Podcast ist Elisabeth Walter im Gespräch mit

  Mag. Ursula Fuhrmann, Psychologin,  Lebens- und Sozialberaterin

Wir haben uns über einige mögliche Aspekte des Wortes: Freiheit ausgetauscht.

Vielen herzlichen Dank dafür…

Für mich ermöglicht Reichtum einem Menschen, aus der Fülle zu handeln, sowohl aus dem Aspekt des inneren oder des äußeren Reichtums. Er schafft Spielraum für Wahlmöglichkeiten und öffnet damit einen Handlungsspielraum, der gefüllt ist mit Kreativität, Wertevielfalt und Umsetzungskompetenzen.

Was spannend ist für mich, dass Reichtum ursprünglich mächtig, umfassend weit bedeutete. (rihhi – althochdeutsch) die Verknüpfung mit Besitz ist später dazu gekommen.

Frau genießend

Ein systemischer Aspekt aus meiner Aufstellungserfahrung:

Aus diesem Verständnis heraus kann Reichtum die Vision nähren, ein Leben in innerer und äußerer Stimmigkeit zu führen. Sollte doch eine Dysbalance zwischen den beiden wahrgenommen werden, könnte man es als neue Zielformulierung ansehen und angehen. (Z.B. Ich stelle die Balance zwischen inneren und äußeren Reichtum her.)

Innerer Reichtum vs. Äußerer Reichtum

Innerer Reichtum

Bei meinem inneren Reichtum stelle ich mir einen Rucksack vor, der gefüllt ist mit allem, was mir wichtig ist, z.B. meine Erfahrungen, die zu Ressourcen geworden sind; meine Freunde, die für wertvollen Austausch wichtig sind; meine Fähigkeiten zu lernen und weiterzugeben; mein Sohn, als wichtigsten Menschen in meinem Leben uvm.

Äußerer Reichtum

Die materiellen Dinge, die zu meinem guten Leben beitragen.

Münzen im Glas

Licht- und Schattenseiten des Reichtums

Die Lichtseiten des Reichtums

Als den wichtigsten Aspekt der Lichtseite des Reichtums nehme ich die Ressource wahr. Ressourcen im Inneren und im äußeren Feld. Daraus kann ein Ausdruck von Verbundenheit und Fülle entstehen, der sich durch die unterschiedlichsten Verhaltensweisen zeigen kann. Von Geben und Nehmen in einer Balance. Es kann im Moment Sicherheiten schaffen. Es ermöglicht Wahlfreiheiten und Klarheit im Tun für sich und andere.

Kompass

Die Schattenseiten des Reichtums

Reichtum ist kulturell stark negativ geprägt. In vielen  Systemen ist er mit Schuldgefühlen, Neid oder hohem Leistungsdruck verbunden. Gleichzeitig dient Reichtum oft als Projektionsfläche für tiefe menschliche Bedürfnisse wie Sicherheit, Anerkennung und Zugehörigkeit.

 Innerer Mangel kann trotz Besitz bestehen bleiben, emotionale Verarmung kann sich hinter materieller Sicherheit verbergen. Abhängigkeit von Anerkennung, Schuldverstrickungen im Geben oder ein Gefühl von Leere sind typische Gegenbilder zu einem gelebten Reichtum.

 Aus systemischer Sicht ist Reichtum häufig eng mit Loyalitäten zur Herkunftsfamilie verbunden. Unbewusste innere Sätze wie: Ich darf nicht mehr haben als… oder wenn ich reich bin, verliere ich Zugehörigkeit, wirken oft stark und begrenzend. In Aufstellungen zeigt sich zudem immer wieder ein Ungleichgewicht im Geben und Nehmen, das Reichtum entweder blockiert oder überlädt und damit seine tragende Wirkung verliert.

Reichtum bedeutet für mich, genug Zeit und Energie zu haben für das, was mir wirklich wichtig ist.

Tim Ferriss – US-amerikanischer Autor, Unternehmer und Podcaster

Was man über die Reichtum so sagen kann, ein paar Beispiele:

Musisch

Reichtum fühlt sich für mich weit an.

Ich denke dabei an Möglichkeiten und Prozesse.

Kritisch

Reichtum macht Menschen egoistisch, das sieht man doch immer wieder.

Man sieht ja, was daraus wird, wenn der Reichtum eintritt.

Man sollte für alle Reichtum ermöglichen

Nörglerisch

Ich teile alles, aber irgendwie bleibt für mich nichts übrig.

Reichtum fühlt sich erschöpfend an.

Das kann doch nicht so wichtig sein

Umsetzungsorientiert

Ich gestalte meinen Reichtum Schritt für Schritt und bleibe dabei im Ausgleich.

Ich achte darauf, wie ich mit Zeit, Geld und Energie umgehe.

Reichtum entsteht für mich dort, wo Struktur auf Sinn trifft.

Ambivalent

Ich liebe Reichtum.

Aber bitte nur, wenn er gesehen wird.

Unsichtbarer Reichtum zählt für mich nicht.

Hilflos

Ich darf nicht reich sein.

Das ist für andere gemacht.

Ich komme da nie hin.

Werteorientiert

Meine Werteklarheit ist mit an Bord.

Werte sind in Balance mit der Gefühlswelt.

Ein wesentlicher Faktor von Reichtum sind die Werte.

Vorwerfend

Du hast genug, also beschwer dich nicht.

Wenn du so viel hast, könntest du ruhig mehr zurückgeben.

Ich bin einfach zu blöd, um meinen inneren Reichtum zu erkennen.

Angreifend

Reichtum entsteht doch nur auf Kosten anderer.

Ihr Reichen glaubt, ihr dürft euch alles erlauben.

Orientierung

Ich will keinen Reichtum mehr, der mich unter Druck setzt oder mich schuldig fühlen lässt.

Reichtum soll mich nicht weiter von mir selbst entfernen.

Ich möchte einen Reichtum, der mir innere Ruhe und Wahlfreiheit schenkt.

Ich gehe hin zu einem Reichtum, der mein Leben trägt.

Chunkgröße

Reichtum ist für mich das große Ganze meines Lebens.

Ich betrachte Reichtum als langfristige Entwicklung.

Reichtum zeigt sich für mich in einzelnen Momenten.

Ich achte auf konkrete Zeichen von Fülle im Alltag.

Referenz

Ich spüre Reichtum, wenn ich innerlich satt und stimmig bin.

Mein Gefühl sagt mir, ob etwas für mich wirklich reich ist.

Reichtum zeigt sich für mich daran, wie andere mich wahrnehmen.

Ich erkenne Reichtum, wenn er im Außen sichtbar wird.

 

Aktivität

Ich gestalte meinen Reichtum bewusst.

Ich gehe aktiv in Richtung eines erfüllten Lebens.

Reichtum entsteht für mich aus innerem Verstehen.

Ich beobachte erst, bevor ich handle.

Reichtum fühlt sich richtig an, wenn er zu mir passt.

Ich suche nach Übereinstimmung zwischen Innen und Außen.

Aktionsfilter

Reichtum eröffnet mir Möglichkeiten und neue Wege.

Ich sehe viele Varianten, wie Reichtum gelebt werden kann.

Reichtum entsteht für mich Schritt für Schritt.

Ich brauche klare Abläufe, um Reichtum sicher zu halten.

Zeitorientierung

Mein Verständnis von Reichtum ist stark durch meine Herkunft geprägt.

Früher bedeutete Reichtum für mich vor allem Sicherheit.

Heute erlebe ich Reichtum im Moment.

Jetzt zeigt sich Reichtum für mich als innere Ruhe.

Reichtum darf mir eine offene Zukunft ermöglichen.

Ich richte meinen Reichtum auf Nachhaltigkeit aus.