Gewohnheit

Wie unsere Gewohnheiten unser Denken und Handeln prägen

In diesem Podcast bin ich im Gespräch mit

Irene Eminger, psychosoziale Beraterin, Mentaltrainerin. Spezialgebiet: Wohlfühlgewicht

https://irene-eminger.at/

Vielen herzlichen Dank für diesen Austausch.

Was ist eine Gewohnheit?

Eine Gewohnheit ist ein Verhalten oder ein Gedanke, der durch regelmäßige Wiederholung so vertraut geworden ist, dass er oft automatisch abläuft. Wir müssen nicht mehr bewusst darüber nachdenken – unser Körper oder unser Denken führen die Handlung fast von selbst aus.

Gewohnheiten entstehen meist Schritt für Schritt im Alltag. Wenn wir eine Handlung immer wieder in einer ähnlichen Situation ausführen, verbindet unser Gehirn diese Situation mit der Handlung. Mit der Zeit wird daraus ein festes Muster.

Beispiele für Gewohnheiten sind zum Beispiel:
– morgens als erstes zum Handy greifen
– jeden Sonntag gemeinsam frühstücken
– bei Stress automatisch zu Süßigkeiten greifen
– jeden Abend lesen oder spazieren gehen

Gewohnheiten können sowohl praktisch und unterstützend sein, weil sie unserem Alltag Struktur geben, als auch einschränkend, wenn sie uns daran hindern, etwas zu verändern.

Man könnte daher sagen:
Gewohnheiten sind wiederkehrende Denk- und Verhaltensmuster, die durch Wiederholung entstehen und unseren Alltag prägen.

Oder einfacher: Eine Gewohnheit ist etwas, das wir so oft tun, dass es fast von selbst passiert.

Bücherturm

Für mich ist die Gewohnheit eine verlässliche Begleiterin,  wenn es darum geht wiederkehrende Aktivitäten automatisiert umzusetzen. Meine Lieblingsbeschäftigungen zum Beispiel, Malen, Schach spielen, Projekte entwickeln uvm.

Sie leistet mir einen wertvollen Beitrag für die Gestaltung meines Lebens, weil sich daraus auch ein gewisser Rahmen ableiten lässt.

 Eine Gewohnheit kann man nicht einfach beim Fenster hinauswerfen.Man muss sie schon Stufe um Stufe die Treppe herunterlocken.
Mark Twain

Frau genießend

Für mich ist die Gewohnheit eine verlässliche Begleiterin,  wenn es darum geht wiederkehrende Aktivitäten automatisiert umzusetzen. Meine Lieblingsbeschäftigungen zum Beispiel, Malen, Schach spielen, Projekte entwickeln uvm.

Sie leistet einen wertvollen Beitrag für die Gestaltung meines Lebens, weil sich daraus auch ein gewisser Rahmen ableiten lässt.

Tanzende Frau

Wie entstehen Gewohnheiten?

Gewohnheiten entstehen durch Wiederholung. Wenn wir eine Handlung immer wieder in einer ähnlichen Situation ausführen, lernt unser Gehirn, diese Handlung automatisch abzurufen. Mit der Zeit wird daraus ein vertrautes Muster, das kaum noch bewusst gesteuert wird.

Ein wichtiger Einfluss sind auch familiäre Gewohnheiten. Viele Routinen lernen wir bereits in der Kindheit – etwa gemeinsame Rituale, bestimmte Abläufe im Alltag oder typische Reaktionen auf Situationen. Diese Erfahrungen prägen oft unbewusst unser späteres Verhalten.

Auch Rituale spielen eine große Rolle. Wiederkehrende Handlungen wie ein Spaziergang am Abend, ein bestimmtes Morgenritual oder feste Wochenendaktivitäten geben Struktur und können sich mit der Zeit zu stabilen Gewohnheiten entwickeln.

 Hinzu kommen Emotionen und Gefühle. Wenn eine Handlung mit positiven Gefühlen wie Vertrauen, Entspannung oder Freude verbunden ist, wird sie leichter zur Gewohnheit. Aber auch unangenehme Emotionen können Gewohnheiten verstärken – zum Beispiel, wenn bestimmte Verhaltensweisen helfen, um Stress zu vermeiden oder kurzfristig Erleichterung zu verschaffen.

So entstehen Gewohnheiten meist nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt durch Wiederholung, Erfahrungen und emotionale Verknüpfungen im Alltag.

Bücherturm

Die Lichtseiten der Gewohnheit

  • Struktur im Alltag – Gewohnheiten geben unserem Leben einen verlässlichen Rahmen.
  • Energie sparen – Automatisierte Abläufe entlasten unser Denkensystem und erleichtern manche Entscheidungen.
  • Orientierung und Stabilität – Vertraute Routinen vermitteln ein Gefühl von Orientierung.
  • Unterstützung für Ziele – Positive Gewohnheiten helfen, Veränderungen dauerhaft umzusetzen.
  • Rituale der Selbstfürsorge – Gewohnheiten können Momente schaffen, die uns stärken und guttun.

Die Schattenseiten der Gewohnheit

  • Veränderung fällt schwer – Gewohnheiten können uns daran hindern, neue Wege auszuprobieren.
  • Unbewusstes Handeln – Wir reagieren automatisch, ohne die Situation wirklich zu reflektieren.
  • Festhalten an alten Mustern – Manche Gewohnheiten bleiben bestehen, obwohl sie uns nicht mehr guttun.
  • Begrenzung von Möglichkeiten – Gewohnheiten können den Blick auf neue Perspektiven einschränken.
  • Trägheit im Denken und Handeln – Vertraute Abläufe können Entwicklung und Veränderung verlangsamen

Was man über Gewohnheit so sagen kann

Was wäre, wenn man Gewohnheit als tägliches Ritual der Selbstfürsorge erleben würde?</p>
<p>Ich fang einfach mal mit dem Gewohnten an.</p>
<p>Ich respektiere deine Gewohnheiten und bleibe bei meinen.
Meine Gewohnheiten stehen mir wieder einmal im Weg. Gewohnheit engt mich ein Du sagst, du willst Veränderung – aber deine Gewohnheiten sagen was anderes, ist dir das bewusst.
Ich will weg von dieser schlechten Gewohnheit. Ich will Gewohnheiten, die mich stärken.
Das habe ich immer schon so gemacht. Heute entscheide ich neu. Diese Gewohnheit wird mein neuer Alltag
Gewohnheiten sind Teil meines ganzes Lebens. Heute nur dieser eine kleine Gewohnheit.
Ich habe schon alles vorbereitet für deine neue Gewohnheit. Ich kann da nichts ändern, aus dieser Gewohnheit komm ich nicht raus. Reiß dich endlich zusammen, diese kleine Gewohnheit wirst du doch schaffen.
Diese Gewohnheit fühlt sich vertraut an. So habe ich diese Gewohnheit noch nie gemacht.
Ich entscheide mich bewusst für diese Gewohnheit. Ich beobachte oder spüre erst einmal, dann entscheide ich die Gewohnheit.
Ich spüre, welche Gewohnheiten mir guttun. Die Experten sagen, dass diese Gewohnheit sinnvoll für mich ist.